Aus der Kategorie Einzelgänger (25/30)

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Hänschen bekommt als Hausaufgabe das Aufsatzthema:
"Der Namenstag meines Vaters" mit dem Hinweis, keine
zusammengesetzten Hauptwörter zu gebrauchen.

Hänschen schreibt wie folgt:
Gestern war der Tag des Namens meines Vaters.
Schon früh am Morgen bereitete meine Mutter das
herrliche Essen des Festes vor. Meine Schwester
reinigte gerade mit dem Sauger des Staubes den
Teppich der Perser, als es klingelte und der Bote
der Post einen Brief der Eile brachte. Er war von
meiner Tante aus dem Dorf der Düssel. Sie schrieb,
sie könne leider nicht kommen, denn sie liegt im Haus
der Kranken und sei am Darm der Blinden operiert.
Bald darauf traf auch schon der erste Besuch ein, eine
Schwester des Zwillings meines Vaters und mein Onkel
des Paten Paul, der zur Feier des Tages eine Nelke des
Bartes in seinem Loch des Knopfes trug.
Um 12:00 Uhr gab es dann das herrliche Mahl des Mittags:
Suppe des Schwanzes des Ochsen, Fleisch des Rindes,
Kartoffeln des Salzes, Bohnen des Wachses und Kohl der
Blumen.
Das Schönste aber war die Bombe des Eises, die Mutter aus
dem Schrank der Kühle nahm. Nach dem Mahl des Festes
unterhielten wir Kinder die Erwachsenen mit Liedern des Volkes.
Mein Bruder spielte auf dem Klavier des Schiffers, wobei ihn
meine Schwester auf der Flöte des Blockes begleitete.
Dann kam noch mehr Besuch:
Die Brüder des Kegels meines Vaters und die Kapelle der
Wehr des Feuers, die einige flotte Lieder des Rheines spielten.
Am Nachmittag gab es dann Kaffee der Bohne, dazu Milch der
Büchse und Zucker der Würfel. Es gab Kuchen des Sandes und
des Marmors, Torten des Obstes, Nüsse von Pfeffer, Beutel des
Windes und viel Sahne des Schlages.
Dann brachte Mutter noch Stiche der Bienen und Küsse der
Neger. Es war klar, daß nach diesen Genüssen viele unser Klosett
des Plumpses aufsuchen mußten. Nach dem Trinken des Kaffees
machten wir einige Spiele der Gesellschaft.
Zum Brot des Abends gab es dann: Salat der Kartoffeln und der Heringe,
dazu Schnitten mit Wurst der Leber und des Blutes. Wer wollte,
konnte auch Würstchen der Brühe und Senf der Löwen haben.
Dann gab es Kirschen von den Wäldern der Schwarzen. Wir Kinder
bekamen Saft von der Beere des Johannes. Leider sah Vater schon
bald auf seine Uhr am Band des Armes und wir mußten ins Zimmer
der Kinder. Ich schlüpfte in meinen Anzug des Schlafes.
Unser Jüngster Halter des Stammes kam erst auf den Topf der Nacht
und dann in sein Bett der Gitter. Dann krochen wir unter die Decken der
Steppen und schliefen wie die Tiere der Murmeln.
Am anderen Morgen krähte schon früh unser Hahn des Zwerges auf dem
Haufen des Mistes vor dem Fenster des Zimmers des Schlafes.
Mein Vater hatte den Jammer der Katze. Er spürte das Brennen des Sodes,
nahm Tabletten des Spaltes und ein paar Tropfen der Melisse der Frau des
Klosters.
Dann verschwand er mit der Bürste des Zahnes und dem Tuch der Hand
im Zimmer des Bades. Nach dem gemeinsamen Stück der Frühe ging Vater
zur Stelle seiner Arbeit und wir Kinder gingen in die Schule der Hilfe.
Gern denke ich an den Tag des Namens meines Vaters zurück.


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Aus der Kategorie Nikolosprüche

Nikolaus, Nikolaus, Heiliger Mann, zieh die Sonntagsstiefel an! Reis damit nach Spanien, kauf Äpfel, Nüsse und Kastanien! Bring den kleinen Kindern was, die Großen, die lass laufen, die können selbst was kaufen!


Aus der Kategorie Lustige Texte und witzige Geschichten

Der Unfall des Jahrhunderts: Unglaublich und doch - laut Zeugnis
der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" - wahr ist die Geschichte
von einem Mann, der sich, wenn auch unter Schmerzen, hinsetzte, um
seiner Versicherung von einem Schadensfall Kenntnis zu geben, der
seinesgleichen nie mehr finden dürfte:


Sehr geehrte Versicherung:

Nachdem ich nun im Krankenhaus bin und wieder schreiben kann, muss
ich Sie, verehrte Versicherung, bitten, meinen Unfallschaden wie
folgt aufzunehmen: Ich hatte vom Bau meines kleinen Häuschens noch
Backsteine übrig und diese wegen der Trockenheit auf dem Speicher
gelagert. Jetzt wollte ich aber ein Hühnerhaus bauen und dazu die
da oben gelagerten Steine verwenden. Dazu erdacht ich mir folgende
Maschinerie: Der Speicher hatte an der Hauswand eine Tür, woraus
ich einen Balken verankerte und daran ein Bälkchen mit einer
Rolle, wodurch ich ein Seil laufen ließ. An dem Seil hatte ich
eine Holzkiste befestigt, die ich dann hinaufzog. Das Seil hatte
ich dann unten an einem Pflock festgebunden. Jetzt bin ich
hinaufgegangen und habe die Steine in die Kiste geladen. Dann bin
ich wieder hinuntergegangen und wollte die Steine in der Kiste am
Seil langsam herunterlassen.

Ich band das Seil los, hatte aber dabei nicht bedacht, dass die
Steine in der Kiste schwerer waren als meine Person. Als ich
bemerkte, dass die Steine so schwer waren, hielt ich das Seil ganz
fest, damit die Steine nicht herunterstürzten und kaputt gingen,
denn die brauchte ich ja für mein Hühnerhaus. So ist es dann
geschehen, dass mich die Steine an dem Seil nach oben zogen, wobei
mir die Kiste die linke Schulter aufgerissen hat, als wir uns in
der Mitte begegneten. Ansonsten bin ich gut an der Kiste
vorbeigekommen. Habe aber oben mir meinen Kopf angeschlagen und
zwar erst an dem Bälkchen und dann an dem Balken.

Trotzdem hatte ich aber das Seil festgehalten, damit ich nicht
hinunterfalle. In demselben Augenblick ist aber die Kiste mit den
Steinen unten auf dem Boden angelangt, durch den heftigen Aufprall
ist der Boden der Kiste herausgebrochen, und so konnte es
geschehen, dass die Kiste wieder leichter wurde als ich. Die Folge
davon war, dass ich mir das rechte Bein gebrochen habe und sofort
in Ohnmacht fiel. Nur dadurch konnte es geschehen, dass ich das
Seil losließ, was wiederum bewirkte, dass die Kiste allerdings
ohne Boden wie eine Birne von oben auf mich herabfiel und mich so
unglücklich traf, dass ich demnächst oben und unten ein Gebiss
angepasst bekomme.

Dass der Schaden nicht noch größer geworden ist, verdanke ich
Ihrem Versicherungsagenten, bei dem ich eine Unfallversicherung
unterschreiben musste und zu der ich nach Wiederherstellung meiner
Gesundheit und Zähne die Rechnung einreichen werde. Wenn Sie diese
dann beglichen haben, werde ich Sie in unserem Dorf
weiterempfehlen.


Aus der Kategorie Graf Bobby

Soeben hat Graf Rudi am Roulettetisch einen ansehnlichen Betrag
verloren, während Bobby eine ebenfalls beträchtliche Summe gewonnen hat.
Dieser Sachverhalt wiederholt sich noch einige male, bis Bobby seinem
resignierendem Freund Trost zu spenden versucht, indem er sagt:
"Schau, Rudi, so ist halt das Leben...wie eine Lawine, einmal herunter, einmal hinauf."