Wie glücklich viele Menschen wären, wenn sie sich genauso wenig um die Angelegenheiten anderer kümmern würden wie um die eigenen. - Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799)
Wie glücklich viele Menschen wären, wenn sie sich genauso wenig um die Angelegenheiten anderer kümmern würden wie um die eigenen. - Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799)
Sommerolympiade. Hammerwerfen. Ein Amerikaner, ein Russe,
ein Deutscher. Der Amerikaner konzentriert sich, wirft:
84,22 Meter. Jubel. Auf die Frage der Journalisten nach
seiner Form: "Mein Vater war Holzfäller, mein Grossvater
war Holzfäller. Da hat man viel Kraft in den Armen und die
Arbeit im Wald bringt die entsprechende Ruhe." Der Russe.
Konzetriert sich, wirft: 85,43 Meter. Jubel. Die Journalisten:
"Woher nehmen Sie die unglaubliche Nervenstärke, nach dem Rekord
des Amerikaners noch einmal derartig zu kontern?"
"Wissen Sie, mein Vater war Bergarbeiter, mein Grossvater war
Bergarbeiter. Das bringt von vorneherein die Kraft und Nervenstärke
auch in schwierigen Situationen." Der deutsche Athlet geht in den Ring.
Dreht sich, schwingt harmonisch aus: 87,54 Meter. Neuer Weltrekord.
Jubel. Jetzt um ihn der Pulk von Journalisten. "Ach, wissen Sie, das
ist nicht so schwer. Mein Vater ist arbeitslos, mein Grossvater war
schon arbeitslos. Und mein Grossvater sagte immer zu mir: 'Junge, wenn
Dir mal einer einen Hammer in die Hand drückt - dann schmeiss ihn, so
weit Du nur kannst.'"
Der Hotelwirt schaut nach dem Hochzeitspaar, das drei Tage schon nichts gegessen hat.
"Wir leben von den Früchten der Liebe" flüstert die junge Frau.
"Ach so - dann werft aber die Schalen nicht aus dem Fenster.
Meine Hühner laufen nämlich alle schon mit Gummistiefeln herum!"
Ernst R. Hauschka (dt. Aphoristiker, 1926-):
"Wer die Wahrheit hören will, den sollte man vorher fragen,
ob er sie ertragen kann."