Danny Kaye (am. Filmschauspieler, 1913-1987):
"Die meisten Menschen wären glücklich, wenn sie sich das
Leben leisten könnten, das sie sich leisten."
Danny Kaye (am. Filmschauspieler, 1913-1987):
"Die meisten Menschen wären glücklich, wenn sie sich das
Leben leisten könnten, das sie sich leisten."
Artgerechte Haltung von Männern
Artikel 1 - Allgemeine Bestimmungen
Sich einen Mann zu halten, ist bei weitem nicht mehr so problemlos
wie zu Großmutters Zeiten, und es erhebt sich die Frage ob sich
die Haltung eines Mannes überhaupt noch lohnt. Ein brauchbares
Exemplar sollte mindestens zwei der nachfolgend genannten
Voraussetzungen erfüllen.
§ 1: Grundlegende Eigenschaften
Abs 1: Er sollte nützlich sein (handwerkliche Fähigkeiten, fleißig
im Haushalt und im Bett gut zu gebrauchen)
Abs 2: Er soll herzeigbar sein (d.h. sein Aussehen sollte kein
Mitleid erregen)
Abs 3: Obige Punkte können außer Acht gelassen werden wenn § 2
zutrifft.
§ 2 Er ist reich !
§ 3 Anschaffung
Gehen Sie bei der Auswahl Ihres Männchens sorgfältig vor, und
lassen Sie sich genügend Zeit um sich von seinen tatsächlichen
Fähigkeiten zu überzeugen. Bedenken Sie, dass das Männchen stets
versucht, sich von seiner besten Seite zu zeigen, danach aber
häufig in sein altes Rollenverhalten zurückfällt. Oft offenbaren
sich versteckte und offensichtliche Mängel erst später. In der
letzten Zeit steigt die Zahl der ausgesetzten Männchen rapide an.
Viele Exemplare streunen orientierungslos herum oder suchen
Zuflucht bei anderen Frauen. Das Vorliegen der Vorraussetzungen
gem. § 3 sollte daher sorgfältig geprüft werden.
Empfehlenswert ist die Anschaffung eines bereits ausgebildeten
Mannes (siehe auch § 5). So sind zum Beispiel auf dem Second-Hand-
Markt oftmals brauchbare Exemplare zu finden. Sie zeichnen sich
meist durch eine ausgezeichnete Ausbildung und eine genügsame
Lebensweise aus. Aber Vorsicht vor mehrfach gebrauchten
Exemplaren. Aufgrund der vielen Pflegestellen neigen sie zu
zeitweiligem Gedächtnisverlust und können sich dann weder an ihr
Heim noch an ihr Frauchen erinnern.
§ 4 Ernährung
Der Mann ist ein Allesfresser. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen,
sollte man ihm neben dem Dosenfutter ab und zu frisches Gemüse
oder Salat vorsetzen. Alkohol sollte nicht grundsätzlich verboten
werden, da er ihn sich sonst zusammen mit anderen Artgenossen
anderweitig beschafft. Für Süßigkeiten gilt im wesentlichen das
Gleiche. Vorsicht vor Überfütterung. Bedenken Sie, daß ein fetter
Mann schnell unbeweglich wird und damit im Bett und im Haushalt
nicht mehr so leistungsfähig ist.
§ 5 Artgerechte Haltung
Was die Unterbringung angeht, so ist der Mann relativ
anspruchslos. Im allgemeinen genügen ein Bett und ein Fernseher.
Bei Vorhandensein eines Computers kann eventuell auf den Fernseher
verzichtet werden. Man sollte ihn nicht den ganzen Tag einsperren,
da er sonst depressiv wird, das Essen verweigert und bald eingeht.
Für die allgemeine Beweglichkeit und eine regelmäßige
Sauerstoffzufuhr hat sich Gartenarbeit bestens bewährt. Außerdem
sollte man ihn möglichst einmal täglich ins Freie führen, damit er
etwas Auslauf hat. Denken Sie daran, ihn immer an der langen Leine
zu lassen.
§ 6 Pflege
Sorgen Sie dafür, daß er sich einmal am Tag wäscht. Um
Verletzungen vorzubeugen, sollten die Nägel regelmäßig
nachgeschnitten werden. Ein gelegentlicher Haarschnitt ist
ebenfalls zu empfehlen. Tauschen Sie getragene Kleidung regelmäßig
gegen neue aus.
§ 7 Männerkrankheiten
Der Mann im allgemeinen neigt zu Übertreibungen. Eine Veranlagung
zum Hypochonder ist quasi angeboren. Bei Erkältung ist leichte
Bettruhe vollkommen ausreichend. Aufrichtiges Bedauern des
Erkrankten kann den Heilungsverlauf positiv beeinflussen. Sollte
tatsächlich eine ernste Erkrankung vorliegen, empfiehlt es sich,
einen Arzt hinzuzuziehen. Manche Männchen neigen zu übermäßigem
Haarausfall. Dies beeinträchtigt ihre Leistungsfähigkeit meist
nicht und ist daher unbedenklich.
§ 8 Ausbildung
Männer werden schnell handzahm, wenn man sie richtig behandelt.
Das Befolgen der wichtigsten Regeln wie "Fuß, Platz, kusch und
hol's" beherrschen die meisten bei regelmäßigem Training und einer
Belohnung durch Leckerli oder ein paar Streicheleinheiten bereits
nach wenigen Tagen. Bei der Ausbildung ist es unerlässlich, die
Schwiegermutter mit einzubeziehen und klare Regeln für die
Erziehung aufzustellen.
§ 9 Fortpflanzung
Männer sind das ganze Jahr über läufig und verhalten sich auch
dementsprechend. Ein in diesem Zusammenhang geäußerter
Kinderwunsch ist mit Vorsicht zu genießen, da er oft nur als
Mittel zum Zweck dient. Leihen sie sich bei Verwandten oder
Bekannten ein paar Kinder aus. So können Sie seine Fähigkeiten als
Vater in Ruhe testen.
Die Tiere im Wald betrinken sich jeden Abend völlig sinnlos.
Jeden Abend steigt eine tolle Party, am nächsten Tag geht
es immmer allen total schlecht.
Eines Abends sagt der Fuchs: "Tiere im Wald, so geht es
nicht mehr weiter. Wir Tiere des Waldes sind ein Vorbild
und das geht nicht, dass wir immer total betrunken sind!"
Also beschließen sie, ab heute nichts mehr zu trinken.
Am nächsten Tag geht der Fuchs eine Kontrollrunde machen.
Der Bär ist zwar etwas schlapp, das Eichhörnchen hüpft
schon etwas herum, aber es geht allen besser.
Kommt er zum Hasen. Der hängt hinter dem Baum und
kotzt sich die Seele aus dem Leib, ist total blau und völlig
benommen. Sagt der Fuchs: "Hase! Wir Tiere des Waldes
haben gesagt, wir trinken nichts mehr!" Darauf der Hase: "Ja, es
tut mir, ja so leid, ich konnte nicht anders, da waren noch
ein paar Reste da, die musste ich einfach trinken..."
Fuchs: "Na gut, heute lass ich dir das noch mal durchgehen.
Aber morgen fress ich dich, wenn das nochmal so geht!"
Am nächsten Tag geht der Fuchs wieder seine Runde.
Der Bär kommt ihm schon fröhlich singend entgegen.
Das Eichhörnchen ist schon fleißig beim Nüsse sammeln.
Kommt er zum Hasen. Der hängt unter dem Baum.
Die Löffel hängen herunter, die Augen blau umrandet, völlig
fertig. Voll besoffen. Sagt der Fuchs: "Verdammt Hase!!!
Wir Tiere vom Wald, wir wollten doch nichts mehr trinken!"
Der Hase entschuldigt sich wieder tausendfach und der
Fuchs sagt: "Na gut, eine allerletzte Chance bekommst du
noch. Aber - Morgen fress ich dich wirklich auf, wenn du
wieder besoffen bist!"
Am nächsten Morgen geht der Fuchs wieder seine Runde.
Bär und Eichhörnchen geht es sehr gut. Kommt er zu dem Baum,
wo der Hase normalerweise immer sitzt. Der Hase ist nicht
da. Er schaut sich um, sieht nix. Geht weiter.
Da kommt er zu einem Teich. Da sieht er ein kleines Stöckchen
von einem Strohhalm herausstehen und immer im Kreis
herumschwimmen. Er denkt sich: Da kann aber was nicht
stimmen und zieht den Strohhalm heraus. Da hängt doch glatt
der Hase dran, schon wieder total voll, schon fast bewusstlos.
Sagt der Fuchs: "Oh verdammt Hase!!!!!!
Wir Tiere vom Wald, wir haben doch gesagt, wir trinken nichts
mehr!!!"
Lallt der Hase: "Wass IHR Tiere vomm Wald macht,
is UNS Fischen so was von scheißegal...."
Des Jahres Hektik schwindet, und Ruhe endlich Einkehr findet. Die Tage können kaum schöner sein als Weihnachten zu Hause im Kerzenschein.